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Zur Geschichte

Grinner Bibliothek
vormals „Öffentliche Bücherei der Pfarre und Gemeinde Grins“


Pfarrbücherei

Die alte Pfarrbücherei, betrieben von Pfarrer Gotthard Auderer, war eingeschlafen.
Einige ältere Gemeindebürger können sich aber noch an die Reimichl- und Karl May-Bücher erinnern, mit der runden, handbeschrifteten Etikette auf dem blauen Packpapier-Einband.

Öffentliche Bücherei der Pfarre und Gemeinde Grins

Pfarrer Herbert Asper, der schon in Osttirol eine Bücherei initiiert hatte, bestellte im September 1983 den Lehrer Josef Ruetz zum ehrenamtlichen Büchereileiter.
Die Bücherei im Widum wurde am 18. März 1984 feierlich von Prälat Linser eingeweiht.
Der Raum bot mit seinen 23 Quadratmetern am Anfang reichlich Platz.
Schon von Beginn an war die Gemeinde Grins unter Bgm. Ruetz Edi als Träger mit im Boot.
Die Einrichtung fand so regen Zuspruch,
dass die beiden Träger ihre Beiträge regelmäßig erhöhten und der Bund und das Land die „Dorfbücherei“ mit Zuwendungen unterstützen.
Als neue Werbeplattform diente die ab 1983 erscheinende Grinner Gemeindezeitung.

Grinner Bibliothek

Sehr bald wurde der Medienbestand erweitert. Zeitschriften kamen dazu, Märchenkassetten wurden angekauft und Comics wurden zu einem Renner.
Einen Nachfrageschub brachte 1991 die Eröffnung der Ludothek. Der Start erfolgte mit 40 Spielen, inzwischen ist der Bestand auf 300 Spiele angewachsen.
Das größte Problem der Bibliothek – die Platznot – löste der Holzwurm, der den Pfarrstadl zusammenfraß.
So musste ein Zubau errichtet werden, in dem die Grinner Bibliothek den entsprechenden Rahmen fand.
Durch den Einbau einer Schiebetüre kann die Bibliothek auch den Pfarrsaal mitbenützen und erreicht somit hundert Quadratmeter Nutzungsfläche.
Nach der Einweihung im März 1996 stand den Lesern auch ein Computer mit Internetzugang und Recherchemöglichkeiten zur Verfügung.
Wegen des großen Andrangs musste sogar eine Reservierungsliste aufgelegt werden. Eine Minute Surfen kostete einen Schilling (heute 70 Cent)!
Der Verleih wurde auf Barcode umgestellt und die Familienkarte eingeführt.
Fast alle, die die Bibliothek benutzen, erwerben eine Jahreskarte. 1997 startete der CD-Rom-Verleih.
Dann wurden auch CDs und DVDs angeschafft. Das Land Tirol unterstützte den Aufbau eines kleinen Hörbuchangebotes.
Seit 2007 kann man alle Informationen und Neuigkeiten auf der Homepage www.grinner.bvoe.at nachlesen.
Derzeit umfasst die Bibliothek ca. 5.000 Medien.
Über die GB kann die online-Bibliothek für e-books/Tirol genutzt werden.

Kultureller Auftrag:

Die Grinner Bibliothek sieht sich als moderner Dienstleistungsbetrieb,
der mit anderen Kultureinrichtungen im Dorf
(Katholisches Bildungswerk, Volksschule Grins, Kindergarten Grins, Kath. Familienverband,) erfolgreich zusammenarbeitet.
Derzeit fördert die Gemeinde alle jungen Familien mit einer Dreijahreskarte im Rahmen der Aktion „Buchstart“.
Damit soll gewährleistet werden, dass die Begegnung mit dem Buch und der Lesewelt schon früh erfolgt und diese wichtige Kulturtechnik trainiert wird.

Bücher helfen leben, erziehen, zwingen den Leser in neue Rollen und bieten mit ihrem gesammelten Wissen
stets einen Anreiz zu üben und zu lernen, lustvoll und erfolgreich.

Finanzierung:

Die Budgetierung erfolgt zu einem Drittel aus den Entlehngebühren,
zu einem Drittel von den beiden Trägern Pfarre und Gemeinde und
zu einem Drittel aus der Projektförderung des Landes Tirol und der Diözese Innsbruck.
Die Grinner Bibliothek ist Mitglied beim Österreichischen Bibliothekswerk in Salzburg (ÖBW)
und beim Büchereiverband in Wien (BVÖ).